5 Dinge, die du beim Kauf eines Betts wissen solltest

von Katja Keweritsch - 14.04.2021

Von Einlegetiefe über Liegefläche bis hin zur Einstiegshöhe – wir erklären die Fachbegriffe rund um das Thema Bett.

Betten in unterschiedlichen Stilrichtungen

Was ist der Unterschied zwischen Liegefläche und Gesamtfläche?

Massivholzbett mit Schublade und Dekoration

Bei Betten bezeichnet die Liegefläche die Größe der Matratze. Oft spricht man dabei nur von der Breite. Beispiel: Das Bett hat eine Liegefläche von 160 cm. Die Matratzenlänge für Erwachsene ist mit 200 cm standardisiert, alles darüber hinaus sind Sondermaße. Deshalb verzichtet man bei der Liegeflächenangabe gerne auf den zweiten Wert.

Was die Gesamtfläche angeht: Bei vielen Betten ragt das Gestell sowohl in der Länge als auch in der Breite über den Rand der Matratze hinaus. Die eigentliche Liegefläche der Matratze entspricht in diesen Fällen nicht der Gesamtfläche, die das Bett im Raum einnimmt. Ausnahme: Boxspringbetten. Um zu wissen, wieviel Platz dir zum Schlafen bleibt und wie das neue Bett sich im Zimmer macht, brauchst du deshalb beide Angaben – die Liegefläche und die Gesamtfläche.

Die richtige Liegefläche finden

Weißes Hochbett mit Bettwäsche

Die meisten Einzelbetten haben eine Liegefläche von 90 x 200 cm. Das reicht, um bequem schlafen zu können. Wenn du aber zudem gerne im Bett frühstückst, Filme schaust oder mit deinem Hund kuschelst, bieten sich sogenannte Komfortgrößen mit einer Breite von 100 cm oder 120 cm an. Du schläfst manchmal allein, manchmal zu zweit? Auf einer Liegefläche von 140 x 200 cm fühlt man sich allein nicht verloren, findet aber zu zweit dennoch entspannt Platz.

Was für Paare gilt: Ab einer Größe von 140 x 200 cm kann man gut nebeneinander schlafen. Komfortabler wird es mit einer Liegefläche von 160 oder 180 x 200 cm. Tipp: Paare mit sehr unterschiedlicher Größe oder Gewicht benötigen oft verschieden harte Matratzen. Bei einer Liegefläche von 180 x 200 cm kannst du auf zwei Einzelmatratzen zurückgreifen. So kommt jeder zur verdienten Nachtruhe.

Warum die Einstiegshöhe wichtig ist

Graues Boxspringbett mit Bettwäsche

Als Einstiegshöhe bezeichnet man beim Bett den Abstand zwischen Matratzen-Oberkante und Boden. Also quasi die Sitzhöhe vor dem Hinlegen. Wenn du lediglich ein Bettgestell kaufst, entfällt diese Angabe. Schließlich hängt die Einstiegshöhe von der Wahl der Matratze ab. Ausnahme: Boxspringbetten. Zum einen ist die Matratze bei diesem Betttyp bereits integriert, zum anderen bedingt der Aufbau eines Boxspringbetts generell einen hohen Einstieg von mindestens einem halben Meter - ideal für ältere Menschen und Personen mit Rückenbeschwerden.

Normalerweise liegt die Einstiegshöhe eines Betts um die 45 cm. Das ermöglicht sowohl leichtes Aufstehen und Hinlegen als auch entspanntes Bettenmachen. Eine niedrigere Einstiegshöhe haben z.B. Futonbetten. Ergonomisch gesehen gestaltet sich das Aufstehen hier schwieriger. Ansonsten ist es schlicht Geschmackssache.

Was die Einlegetiefe aussagt

Massivholzbett mit weißer Bettwäsche

Das Bettgestellt bildet einen Rahmen, in dem die Matratze liegt. Als Einlegetiefe bezeichnet man den Abstand zwischen dem oberen Rand dieses Bettrahmens und dem Lattenrost. Es geht also darum, wie viele Zentimeter der Matratze im Bettrahmen verschwinden - und wie viele darüber hinausragen. Optimal: etwa 30 bis 50 Prozent der Matratzenhöhe liegen innerhalb des Gestells, mindestens jedoch 4 cm. Der Grund: Steckt eine Matratze tiefer im Rahmen, klemmst du dir beim Aufstehen die Kniekehlen. Ragt sie weiter heraus, kann sie nachts verrutschen und du fällst aus dem Bett.

Ausnahme: Boxspringbetten. Hier sind die einzelnen Lagen so miteinander verbunden, dass eine Rahmenkonstruktion nicht notwendig ist. Auch Futonbetten kommen oft ohne Einlegetiefe aus. Zum einen sind Naturlatexmatratzen so schwer, dass ein Verrutschen fast unmöglich erscheint. Zum anderen liegen klassische Futonmatratzen so nah am Boden, dass es nicht schlimm ist, wenn du hinunterkullerst.

Wofür ist der Mittelsteg da?

Gelbes Polsterbett mit grauer Bettwäsche

Ganz klar: damit der Lattenrost nicht durchhängt. Allerdings gilt das meist erst für Betten ab einer Liegefläche von 160 x 200 cm. Einzelbetten kommen gut ohne Mittelholm aus. Bei größeren Liegeflächen hingegen stabilisiert ein Mittelholm die gesamte Bettkonstruktion. Er ermöglicht eine andere Lastverteilung, so dass dein Körper beim Schlafen besser gestützt wird.

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